Balduin überlegt sich weise,
wie er dem Fussball dienen kann.
Um sich selbst herauszuforden,
fängt er ne neu Karriere an.

Spiele leiten, das wär der Knaller,
mit Pfeife und dem Allerlei,
würd er neutrale Urteil fällen,
er quasi die Fussballregelnpolizei

Sein erstes Spiel hat er geleitet,
super hat er’s hingekriegt,
und nach ner fast perfekten Saison
das letzte Spiel noch vor ihm liegt.

Er reist dort hin, ist angekommen,
umgezogen ist er auch,
kurz nun noch das Spielfeld sichten
denn vor dem Spiel ist das so Brauch

Der Startpfiff zischt durch seine Pfeife,
ein hartes Spiel – es braucht viel Schnauf.
Siegt Gelb gegen die Dunkelroten,
dann steigen heut die Grünen auf.

Gelb dominiert das Spielgeschehen,
die Heimteamfans fast wie in Trance,
denn gegen Dunkelrot haben die Gelben
im Normalfall keine Chance.

Doch nun ein Konter von den roten,
der durch ein Faul gestoppet wird
so bleibt dem Baldi nur ne Lösung,
zeigt dafür ROT ganz ungeniert.

Der Fouler ist ganz andrer Meinung
tut Baldi seine Meinung Kund,
der Urteilsfäller bleibt unbeeindruckt,
und fängt dann eine mit dem Mund.

Dann haut der Fouler munter weiter,
Baldi bald zu Boden geht,
er fängt noch Tritte in den Rücken,
richtet sich auf bis er wieder steht.

Ein torkelnd Spurt zur Garderobe,
der Fouler textet ihn zu,
Mordrohungs- und Arschlochworte
in der Garderobe hat er dann Ruh.

Die aufgebrachten Heimteamfanleute
ihn nicht in die Umkleide lassen mag
und prügeln weiter auf den Baldi
„d’Tüüre sind ja scho e Plag!“