unfall


Balduin, die Physiknullnummer,
fährt heut von Zürich über Bern,
via Fribourg, Vevey, Lausanne,
nervös weiter nach Genf zum CERN.

Aus den Medien hat er erfahren,
da spielen Leute mit Atom.
Ohne Achtung vor Gefahren!
Wer rettet vor diesem Symptom?

Den Chef vor Ort will er sprechen
gedanklich liest Leviten vor.
“Soll ich klagen, soll ich schlagen?
Soll er bluten, der Direktor?“

Baldi konnt sich nun entscheiden,
eine Klage soll es sein.
Wird der Cheffe nicht agieren,
will sprengen er den CERN-Verein.

So schreitet er bewusst zum Tore,
fällt fast ins schwarze Loch hinein
zum Glück hat‘ er den Hund noch bei sich
verschwindt im Loch ohn‘ Sonnenschein

Die Eingangstür hat er erreicht nun,
er mit der Vermutung richtig lag,
das diese heut geschlossen bleiben
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

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Balduin, der Fallschirmspringer
denkt sich, es ist nicht der Bringer,
dass er, wenn er in der Armee,
den Himmel nur von unten seh.

Deshalb stellt er den Antrag,
den er bei Sämi deponiert,
er möge ihn doch versetzen,
zu den Fallschirmjägern – ungeniert.

Und Schmid liess seine Gnade walten
erfüllte Baldi das Gesuch
doch hätte er ein wenig Ahnung
würd kennen er Balduins Fluch

So stieg Balduin mit sein‘ Kollegen
in ein eidgenössisch Flugmodell
gen Himmel den Wolken entgegen
die Sonne schien besonders hell

Kaum oben öffnet sich die Luke
die ersten Jäger springen schon
als letzter Baldi an der Reihe
er sprang und erntet Spot und Hohn

Sein Schirm bleibt hängen an der Öffnung
Es an seiner Unerfahrung lag
Durch die Luft gezogen von dem Flieger
D’Tüüre sind ja scho e Plag!

Balduin, der Neupfadfinder, hat Ferien im Wald gebucht.
Ein Wald in dem es scheinbar regnet, hat er für sich ausgesucht.
Er ist gewappnet mit ner Machete, ein Seil am Rucksack trägt er auch,
und zusätzlich noch etwas Nahrung – in der Pfadi ist es Brauch.

So schreitet er zu den pompösen, kilometer hohen Bäum‘
sieht hunderttausend Arten Tiere, er kneift sich denn er denkt er träum‘
Doch plötzlich pickst es ihn am Halse, schwindelig wird’s ihm schon bald,
ein Pfeil in seine Haut sich bohrte, ein Urstamm wohl aus diesem Wald.

Als Balduin nun hat begriffen, dass er Opfer einer Meut soll sein,
die Menschen in den Topfe werfen – er die Speise zu dem Wein.
Da hat er doch die Flucht ergriffen und in windeseile sprang,
er ohne Blick zurück zu richten, einem langen Fluss entlang.

Er rannte, lächzte, fast am Boden, doch sein Schub Adrenalin,
beflügelte noch seine Beine, der Marathon hielt sich noch hin.
Doch plötzlich, wie aus dem Nichtse, fiel er in ein Loch hinein,
mit Speerepfeile an der Seite, um doch Gefangener zu sein.

Balduin versucht natürlich, sich aus dieser arg‘ Situation
zu retten, klettert nach oben, gucket aus dem Loche schon.
Doch just in diesem Momente, knallt die schwere Falltür zu,
landet mit Wucht auf seinem Kopfe – Baldi ist bewusstlos nu.

Als es ihm langsam wieder dämmert, fällt ihm ein, was ich stets sag‘
Ob Gitter, Gatter oder Falltür – „D’Türe sind ja scho e Plag“

balduin, der arme tropf
schlägt ein stein sich an den kopf,
gefangen in der gondelbahn
über ihm da kräht der hahn.

erdrosseln, schlagen will er ihn
übergiessen mit benzin,
in flammen soll das vieh nun stecken
das hähnchen würd ihm sicher schmecken!

Baldy erschöpft in der gondel lag,
d’Türe sind ja scho e Plag!

Balduin ist auf Jamaika
bisschen baden, bisschen bika
Hängt am Strand bei Sonnenwetter:
„Hier sind alle deutlich netter!“
Denkt sich schon: „Hier bleibe ich,
Türen hier, sie plagen nicht.“

So liegt er friedlich am Strand
Weit und breit ist Niemandsland.
In ihm steigt die Sicherheit,
„keine Türe – keinen Streit!“

[szenenwechsel]

Petrus merkt den Fehler spät,
Hageln tut das Wettergerät
Regnet schon seit fünf vor drei
Jamaika’s Sonne ist vorbei

Der grosse Fehler aber ist:
(Petrus denkt sich: „so ein Mist!“)
Nicht die Regentropfen fallen –
Türen, Tore erdwärts knallen!

Balduin zum Himmel schaut,
was kommt denn da und donnert laut?
Wundert sich und sagt ganz leise:
„Türen auch auf meiner Reise.“

denkt er als er da lag:
Mega-Plag, Mega-Plag.