sport


Balduin überlegt sich weise,
wie er dem Fussball dienen kann.
Um sich selbst herauszuforden,
fängt er ne neu Karriere an.

Spiele leiten, das wär der Knaller,
mit Pfeife und dem Allerlei,
würd er neutrale Urteil fällen,
er quasi die Fussballregelnpolizei

Sein erstes Spiel hat er geleitet,
super hat er’s hingekriegt,
und nach ner fast perfekten Saison
das letzte Spiel noch vor ihm liegt.

Er reist dort hin, ist angekommen,
umgezogen ist er auch,
kurz nun noch das Spielfeld sichten
denn vor dem Spiel ist das so Brauch

Der Startpfiff zischt durch seine Pfeife,
ein hartes Spiel – es braucht viel Schnauf.
Siegt Gelb gegen die Dunkelroten,
dann steigen heut die Grünen auf.

Gelb dominiert das Spielgeschehen,
die Heimteamfans fast wie in Trance,
denn gegen Dunkelrot haben die Gelben
im Normalfall keine Chance.

Doch nun ein Konter von den roten,
der durch ein Faul gestoppet wird
so bleibt dem Baldi nur ne Lösung,
zeigt dafür ROT ganz ungeniert.

Der Fouler ist ganz andrer Meinung
tut Baldi seine Meinung Kund,
der Urteilsfäller bleibt unbeeindruckt,
und fängt dann eine mit dem Mund.

Dann haut der Fouler munter weiter,
Baldi bald zu Boden geht,
er fängt noch Tritte in den Rücken,
richtet sich auf bis er wieder steht.

Ein torkelnd Spurt zur Garderobe,
der Fouler textet ihn zu,
Mordrohungs- und Arschlochworte
in der Garderobe hat er dann Ruh.

Die aufgebrachten Heimteamfanleute
ihn nicht in die Umkleide lassen mag
und prügeln weiter auf den Baldi
„d’Tüüre sind ja scho e Plag!“

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Gastbeitrag, der 1. Autor: Simka

Baldi wollt sich nicht blamieren,
wollte doch nur Fussball spielen,
gegen Luxemburg wird nicht schief gehen,
doch die Nati-Spieler von Blamage was verstehen!

Baldi tat uns nicht den Gefallen,
für die Schweizer die Bälle in das Tor zu knallen
Am Ende eine Niederlag,
D’Tore sind ja scho e Plag

Balduin, die Sportskanone,
freut sich auf den Ligastart
im Eishockey im Tor zu stehen
und am Schluss den Playoff-Bart.

Das Aufgebot in seinen Händen,
er ist tatsächlich nominiert,
seinen Kasten leer zu halten
damit das Team zum Sieg geführt

Das Spiel beginnt in paar Minuten
Der Trainer gibt das Team bekannt
da stockt dem Baldi doch der Atem
sein Name wurde nicht genannt.

Er ist Ersatz in diesem Spiele
am Rücken klebt ’ne dicke zwei
So ist er also Türchenöffner
die Freude ist nun klar vorbei

Das Spiel, es hat nun angefangen
die 1. Linie nicht mehr mag
so öffnet er die Bandenluke
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Balduin will siegen
Balduin will kämpfen
Balduin will stolzieren
Nichts soll seinen Schwung abdämpfen

Muss wählen einen Sport
Klar: Peking ist der Ort.
Hirnen hier und hirnen dort
Fussball ist das richt’ge Wort

So stürmt er auf den Rasen
(Wo sonst die Kühe grasen)
Er wendet, dribbelt, sputet,
energiegeladen tschuutet.

Und kurz vor seiner Halbzeit
keine Gegner weit und breit
Das Runde knapp am Wart vorbei
ins Eckige trifft. Ole! Eiei!

Oh Baldi, brauchst nen Kompass?
Zusätzlich zum Rückpass?
Auf dass ichs einfach nochmal sag:
Die Tür, das Tor, s’isch scho en Plag!

Balduin, der Fallschirmspringer
denkt sich, es ist nicht der Bringer,
dass er, wenn er in der Armee,
den Himmel nur von unten seh.

Deshalb stellt er den Antrag,
den er bei Sämi deponiert,
er möge ihn doch versetzen,
zu den Fallschirmjägern – ungeniert.

Und Schmid liess seine Gnade walten
erfüllte Baldi das Gesuch
doch hätte er ein wenig Ahnung
würd kennen er Balduins Fluch

So stieg Balduin mit sein‘ Kollegen
in ein eidgenössisch Flugmodell
gen Himmel den Wolken entgegen
die Sonne schien besonders hell

Kaum oben öffnet sich die Luke
die ersten Jäger springen schon
als letzter Baldi an der Reihe
er sprang und erntet Spot und Hohn

Sein Schirm bleibt hängen an der Öffnung
Es an seiner Unerfahrung lag
Durch die Luft gezogen von dem Flieger
D’Tüüre sind ja scho e Plag!

Balduin, der Neupfadfinder, hat Ferien im Wald gebucht.
Ein Wald in dem es scheinbar regnet, hat er für sich ausgesucht.
Er ist gewappnet mit ner Machete, ein Seil am Rucksack trägt er auch,
und zusätzlich noch etwas Nahrung – in der Pfadi ist es Brauch.

So schreitet er zu den pompösen, kilometer hohen Bäum‘
sieht hunderttausend Arten Tiere, er kneift sich denn er denkt er träum‘
Doch plötzlich pickst es ihn am Halse, schwindelig wird’s ihm schon bald,
ein Pfeil in seine Haut sich bohrte, ein Urstamm wohl aus diesem Wald.

Als Balduin nun hat begriffen, dass er Opfer einer Meut soll sein,
die Menschen in den Topfe werfen – er die Speise zu dem Wein.
Da hat er doch die Flucht ergriffen und in windeseile sprang,
er ohne Blick zurück zu richten, einem langen Fluss entlang.

Er rannte, lächzte, fast am Boden, doch sein Schub Adrenalin,
beflügelte noch seine Beine, der Marathon hielt sich noch hin.
Doch plötzlich, wie aus dem Nichtse, fiel er in ein Loch hinein,
mit Speerepfeile an der Seite, um doch Gefangener zu sein.

Balduin versucht natürlich, sich aus dieser arg‘ Situation
zu retten, klettert nach oben, gucket aus dem Loche schon.
Doch just in diesem Momente, knallt die schwere Falltür zu,
landet mit Wucht auf seinem Kopfe – Baldi ist bewusstlos nu.

Als es ihm langsam wieder dämmert, fällt ihm ein, was ich stets sag‘
Ob Gitter, Gatter oder Falltür – „D’Türe sind ja scho e Plag“

Balduin ist auf Jamaika
bisschen baden, bisschen bika
Hängt am Strand bei Sonnenwetter:
„Hier sind alle deutlich netter!“
Denkt sich schon: „Hier bleibe ich,
Türen hier, sie plagen nicht.“

So liegt er friedlich am Strand
Weit und breit ist Niemandsland.
In ihm steigt die Sicherheit,
„keine Türe – keinen Streit!“

[szenenwechsel]

Petrus merkt den Fehler spät,
Hageln tut das Wettergerät
Regnet schon seit fünf vor drei
Jamaika’s Sonne ist vorbei

Der grosse Fehler aber ist:
(Petrus denkt sich: „so ein Mist!“)
Nicht die Regentropfen fallen –
Türen, Tore erdwärts knallen!

Balduin zum Himmel schaut,
was kommt denn da und donnert laut?
Wundert sich und sagt ganz leise:
„Türen auch auf meiner Reise.“

denkt er als er da lag:
Mega-Plag, Mega-Plag.