September 2008


Balduin ist momentan schwer krank und kann deshalb das Haus nicht verlassen (Türen sind halt so eine Plage). Er befindet sich aber vorerst ausser Lebensgefahr und wir sind guten Mutes, dass er es schafft. Wish him luck.

Wenn Banken plötzlich pleite gehen,
und all Dein Geld löst auf in Luft,
dann rufe schnell den Baldi zu Dir,
er hilft dir raus aus dieser Kluft

So hat er sein Mitleid walten lassen,
den Lehman Brothers Stütze zu sein,
als KfW-Verwaltungsmitglied
schenk ich der LB kräftig ein.

So spendet Baldi den Verlumpten
dreihundertfünfzig Millionen,
Die Lehman Brüder strahlen kräftig
die wird sie von der Strass‘ verschonen

Als die Bank die Spend entdeckte,
dem Baldi auf die Schliche kamen,
da begannen sie Moral zu predgen
„Dein Kopf wird rollen, Baldi – Amen“

Als Baldi dann am nächsten Morgen,
zur Arbeit wieder will erscheinen,
da bleibt er vor geschlossnen Türen,
„Eintritt gibt’s für Dich hier keinen!“

Baldi überlegt nicht lange,
sagt sich blos, was für ein Tag,
wieder hat Geld gegen Mensch gewonnen,
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Grundlage: 20min

Balduin hat Grosis Erbe
in Aktien längst angelegt
damit er später, wenn er älter
ein kleines Kapitälchen hegt

Doch die Börse spinnt schon länger
Anleger fast in Rage treibt
denn wenn die Kurse weiter purzeln
keine Kohle übrig bleibt.

Und plötzlich hört er ein Klingeln
das Telefon gar rebelliert,
am Draht ein Kundengeldverwalter
Fragt: „Baldi, hast du investiert?“

Weiter spricht er: „Also Baldi,
ich hoffe sehr, du sitzest nun,
denn was ich nun eröffnen müsse
hat mit Freude nichts zu tun.

Grosis Erbe ist vernichtet,
ich weiss es klingt wie ein Komplott
doch was ich versuche Dir zu sagen
Baldi, sorry, Du bist bankrott!

Aufgebracht steuert Baldi
direkt auf einen Schalter zu
knallt dem Sesselfurzer eine
Sitzet im Burghölzli nu.

Für ihn ne eigne Gummizelle
die er stundenlang traktieren mag.
Raus kommt er so bald noch nicht,
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Balduin überlegt sich weise,
wie er dem Fussball dienen kann.
Um sich selbst herauszuforden,
fängt er ne neu Karriere an.

Spiele leiten, das wär der Knaller,
mit Pfeife und dem Allerlei,
würd er neutrale Urteil fällen,
er quasi die Fussballregelnpolizei

Sein erstes Spiel hat er geleitet,
super hat er’s hingekriegt,
und nach ner fast perfekten Saison
das letzte Spiel noch vor ihm liegt.

Er reist dort hin, ist angekommen,
umgezogen ist er auch,
kurz nun noch das Spielfeld sichten
denn vor dem Spiel ist das so Brauch

Der Startpfiff zischt durch seine Pfeife,
ein hartes Spiel – es braucht viel Schnauf.
Siegt Gelb gegen die Dunkelroten,
dann steigen heut die Grünen auf.

Gelb dominiert das Spielgeschehen,
die Heimteamfans fast wie in Trance,
denn gegen Dunkelrot haben die Gelben
im Normalfall keine Chance.

Doch nun ein Konter von den roten,
der durch ein Faul gestoppet wird
so bleibt dem Baldi nur ne Lösung,
zeigt dafür ROT ganz ungeniert.

Der Fouler ist ganz andrer Meinung
tut Baldi seine Meinung Kund,
der Urteilsfäller bleibt unbeeindruckt,
und fängt dann eine mit dem Mund.

Dann haut der Fouler munter weiter,
Baldi bald zu Boden geht,
er fängt noch Tritte in den Rücken,
richtet sich auf bis er wieder steht.

Ein torkelnd Spurt zur Garderobe,
der Fouler textet ihn zu,
Mordrohungs- und Arschlochworte
in der Garderobe hat er dann Ruh.

Die aufgebrachten Heimteamfanleute
ihn nicht in die Umkleide lassen mag
und prügeln weiter auf den Baldi
„d’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Nun will Baldi raus nach Österreich
Wird musizieren und wird reich.
In Wien so sagt er, treff ich Wladimir,
Wein so denkt er, gönnt er mir.

Wladi ist ein Gegensatz
gleicht dem Bald‘ wie Maus und Katz.
Taucht er auf, grüsst man freundlich,
Alle Türen öffnen sich.

Mit erstem Lohn aus dem Orchester
Geht er kaufen sich nen Toaster
Vor dem grossen wiener Kaufhaus
Trifft er Wladimir voraus

Wladi steigt leger in die Drehtür ein
Baldi klemmt sich die Finger drin ein
„Bloody Wladi!“ schreit der Baldi
Türen plagen hier – nicht nur im Aldi.

Gastbeitrag, der 1. Autor: Simka

Baldi wollt sich nicht blamieren,
wollte doch nur Fussball spielen,
gegen Luxemburg wird nicht schief gehen,
doch die Nati-Spieler von Blamage was verstehen!

Baldi tat uns nicht den Gefallen,
für die Schweizer die Bälle in das Tor zu knallen
Am Ende eine Niederlag,
D’Tore sind ja scho e Plag

Balduin, die Physiknullnummer,
fährt heut von Zürich über Bern,
via Fribourg, Vevey, Lausanne,
nervös weiter nach Genf zum CERN.

Aus den Medien hat er erfahren,
da spielen Leute mit Atom.
Ohne Achtung vor Gefahren!
Wer rettet vor diesem Symptom?

Den Chef vor Ort will er sprechen
gedanklich liest Leviten vor.
“Soll ich klagen, soll ich schlagen?
Soll er bluten, der Direktor?“

Baldi konnt sich nun entscheiden,
eine Klage soll es sein.
Wird der Cheffe nicht agieren,
will sprengen er den CERN-Verein.

So schreitet er bewusst zum Tore,
fällt fast ins schwarze Loch hinein
zum Glück hat‘ er den Hund noch bei sich
verschwindt im Loch ohn‘ Sonnenschein

Die Eingangstür hat er erreicht nun,
er mit der Vermutung richtig lag,
das diese heut geschlossen bleiben
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

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