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Balduin wollte sich zum Wohl
heut was gönnen mit Alkohol
Doch wirkt der Baldi schon recht munter
statt eins kippt er deren acht hinunter

Besoffen auf dem Weg nach Hause
immer wieder ‘ne Hinfallpause
er kriecht zur nächsten Strasslaterne
zum Aufstehn hat er die sehr gerne

Und stolpert trunken vor sich hin
„Ich doch bald zu hause bin“.
Und siehe da, da steht sein Haus,
es sieht so unbewohnt heut aus.

Er wankt zur Tür – sucht ganz verdattert
seinen Schlüsselbund, der rattert.
Doch dieser ist verlor’n gegangen
und Baldi will nicht draussen hangen.

So entscheidet Balduin,
die Türe mach ich heute hin
so nimmt er anlauf, rammt die Türen
blutend liegt auf allen Vieren.

Und als er im Spitalbett lag,
„d’Tüüre sind ja scho e Plag.“

Balduin spielt heute Poker. Im Grandcasino sitzt er am Tisch,
Doch nach zwei vergangnen Stunden, wirkt er nicht mehr ganz so frisch.
Plötzlich aber, er freut sich stille, ein Flush hat er in seiner Hand.
Mit dem Ass als höchste Karte: „Damit spiel ich alle an die Wand!“
Siegessicher geht der Baldi, mit dem ganzen Stack All-in.
Ein Spieler zieht gar mit ihm. Oh, da lächelt süss schon der Gewinn.
Stolz präsentiert er seine Karten, den Pot er sich schon krallen will.
Da dreht der Gegner seine und Baldi bleibt fast das Herzchen still.
Der Typ da, also er sein Gegner, trumpft auf mit einem vollen Haus,
da schreit und tobt der Baldi: „Das hält man ja im Kopf nicht aus!“
Frustriert schritt er von dannen, stellt sich immernoch dieselbe Frag.
Haben auch diese Häuser Türen? „D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Balduin wird Kornograf
und Kornocirculog.

Schleicht abends in den Feldern rum
will Urheber finden rundherum.
Konkret will er die Rechte kaufen
von Kunstwerken in Blätterhaufen.

Er gründet eine Agentur
mit Sci-Fi-art’ger Signatur
Von Lausbub’n erhandelte Werke
bringt er dann auf die Märkte.

So wartet er dann Mittwoch-Nacht
Ein grosses Kornfeld er bewacht
Und als das Summen lauter wird
Er wachsam wie ein Arbeitspferd.

Hier geht was vor, so sagt er sich
Die Lausbuben erwische ich.
Und erzwinge dann die Rechtabgabe
Ansonsten sie zur Polizei ich jage

So stiehlt er sich ins Feldesinnere
Ob hier ein Licht den Platz erschimmere?
Hört lautes Rascheln, dumpfe Stösse
Und sieht ein Pilz von krasser Grösse

„Wird das was sein für Kornografen?
Ich kann nicht einfach weiterschlafen!
Ein Bilderband werd’ ich erstellen
Meinen Umsatz damit erhellen.“

Da öffnet plötzlich das Pilzeswesen
Eine Luke – war die drangewesen?
Ein langer Arm ergreift den Baldi,
verschluckt den armen Vagabundi.

So sitzt er nun im Pilzesbauch
Als Teil von Aliens Familienbrauch
Kann nicht raus, s’ist Donnerstag:
„Türe sind ja scho en Plag!“

Balduin ist momentan schwer krank und kann deshalb das Haus nicht verlassen (Türen sind halt so eine Plage). Er befindet sich aber vorerst ausser Lebensgefahr und wir sind guten Mutes, dass er es schafft. Wish him luck.

Wenn Banken plötzlich pleite gehen,
und all Dein Geld löst auf in Luft,
dann rufe schnell den Baldi zu Dir,
er hilft dir raus aus dieser Kluft

So hat er sein Mitleid walten lassen,
den Lehman Brothers Stütze zu sein,
als KfW-Verwaltungsmitglied
schenk ich der LB kräftig ein.

So spendet Baldi den Verlumpten
dreihundertfünfzig Millionen,
Die Lehman Brüder strahlen kräftig
die wird sie von der Strass’ verschonen

Als die Bank die Spend entdeckte,
dem Baldi auf die Schliche kamen,
da begannen sie Moral zu predgen
„Dein Kopf wird rollen, Baldi – Amen“

Als Baldi dann am nächsten Morgen,
zur Arbeit wieder will erscheinen,
da bleibt er vor geschlossnen Türen,
„Eintritt gibt’s für Dich hier keinen!“

Baldi überlegt nicht lange,
sagt sich blos, was für ein Tag,
wieder hat Geld gegen Mensch gewonnen,
„D’Tüüre sind ja scho e Plag!“

Grundlage: 20min

Nun will Baldi raus nach Österreich
Wird musizieren und wird reich.
In Wien so sagt er, treff ich Wladimir,
Wein so denkt er, gönnt er mir.

Wladi ist ein Gegensatz
gleicht dem Bald’ wie Maus und Katz.
Taucht er auf, grüsst man freundlich,
Alle Türen öffnen sich.

Mit erstem Lohn aus dem Orchester
Geht er kaufen sich nen Toaster
Vor dem grossen wiener Kaufhaus
Trifft er Wladimir voraus

Wladi steigt leger in die Drehtür ein
Baldi klemmt sich die Finger drin ein
„Bloody Wladi!“ schreit der Baldi
Türen plagen hier – nicht nur im Aldi.

Balduin will PC kaufen,
doch dann dämmert es im schnell
wenn ich für Windows mich entscheide
so wehe mir, dann „raised the hell“.

Denn was sind Fenster g’nau betrachtet
richtig, zu heiss gewaschne Tor
So ist doch klar, das es dem Baldi
wirklich kommt gar spanisch vor.

Deshalb sucht er einen andern,
Rechner – es raubt ihm den Schnauf,
einen gesunden hat er g’funden,
denn da ist noch ein Apfel drauf.

So kauft er sich den g’sunden Apfel
hat daran Spass den ganzen Tag,
Mikrosanft bleibt nun geschlossen.
und heut sind „D’Tüüre scho kei Plag!“

Balduin ist einsam
findet das zu grausam

Pilgert zum Umarmenhaus
Hofft auf Aufgeschlossene.
Bietet Direktor Hubert-Klaus
Hilfe für Verschlossene?

Heute zu, der Drück-mich-Laden
Verschloss’ne Türen sind scho Plagen

Balduin will Komasaufen
Geht eimerweise Alkohol kaufen
Freut sich auf den Botellón
Trotz doofen Medien geht das schon

Wer hats der Polizei verraten?

Balduin trinkt auf der Wiese
auf völlig normale Baldiweise.
Erwacht tags drauf in einem Keller,
Des Schweines Darm wär sicher heller.

Wer hats der Polizei verraten?

Medien und Polizei sind mühsam
Reagieren dumm und nerven langsam
Eingesperrt würd’ Balduin sagen
„Türen sind die schlimmsten Plagen“

Balduin will sich entspannen,
am liebsten auf dem Mittelmeer.
Denn salzig Wasser, kühle Brisen,
ist es, was sein Herz begehr.

So leiht er sich von den Griechen
ein Hausboot für sich ganz allein
denn sind wir ehrlich: wer will beim Entspannen,
mitten unter Leuten sein?

Er lässt sich also damit treiben,
nach draussen in das offne Meer,
der Landstrich wird auch immer kleiner,
doch kümmert ihn das nicht so sehr.

Und es kommt, was kommen musste,
ein Wind, nein, eher ein Orkan,
damit er nun die Ruh bewahre,
steckt er sich eine Kippe an.

Der Sturm nimm, statt abzuflauen,
stetig immer mehr nur zu,
Hilfe wär wohl eine Lösung,
aber wollte er nicht seine Ruh?

Ein Geistesblitz durch’s Hirn geschossen,
das Adrenalin senkt sich dadurch leichtm
ich suche Schutz im Haus des Bootes
bis das Wasser wieder seicht.

Nach Tagen, gefangen in den Mauern,
der Sturm sich langsam wieder legt,
erste Sonnenstrahlen fröhlich lachen,
das Boot wirkt völlig leergefegt.

Da zieht es Baldi bald nach draussen,
damit er braun noch werden mag,
doch liegt noch irgendwas vor’m Ausgang.
D’Tüüre sind ja scho en Plag.

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